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Problemstellung
Der deutsche Maschinenbau zeichnet sich durch hochwertige und innovative Produkte mit großem Konfigurationsraum aus, um den Kunden die bestmögliche Lösung anbieten zu können. Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition stehen die Unternehmen vor der Heraus-forderung, ein breites Produktsortiment anzubieten und trotz des damit steigenden Entwicklungsaufwands den kürzer werdenden Produktlebenszyklen Rechnung zu tragen. Besonders in der für den deutschen Maschinenbau sehr wichtigen Automobilbranche hat sich die Anzahl der angebotenen Modelle sein den 80er Jahren verdoppelt, während sich die Lebenszyklen von früher 10 auf heute 2 bis 3 Jahre verkürzt haben. Im Maschinenbau insgesamt gaben in einer Studie aus dem Jahre 2003 74 % der befragten Maschinenbauunternehmen an, dass die Variantenvielfalt in den letzten Jahren (stark) gestiegen ist. Die hierfür erforderliche effiziente Erstellung des differenzierten Angebots wird durch Baukastenstrategien unterstützt, die es ermöglichen verschiedene Varianten eines Produktes aus einer möglichst geringen Anzahl von Bausteinen zu erzeugen.
Die Gestaltung eines solchen Produktbaukastens erfolgt derzeit jedoch noch häufig intuitiv.
Damit zukünftig ein systematisches Vorgehen für die Gestaltung von Produktbaukästen entsprechend der oben beschriebenen Anforderungen bereitgestellt werden kann, zielt dieses Projektvorhaben auf die Konzeption und Detaillierung von konfigurierbaren Prozessbausteinen, welche die wesentlichen Planungsschritte eines Baukastenentwicklungsprozesses definieren. Dieser soll die konventionellen Produktentwicklungsprozesse (PEP) nicht ersetzen, sondern vielmehr eine übergeordnete Struktur zur systematischen Erzielung von Skaleneffekten bieten.